MACS – Mastzellaktivierungssyndrom

Vorab möchte ich darauf hinweisen dass ich KEINE Ärztin bin, bei Beschwerden sucht euch bitte professionelle Hilfe!

„Neben den bekannten Entzündungsbotenstoffen (fachsprachlich auch Mediatoren genannt) Histamin, Serotonin, Heparin, Leukotrienen, Prostaglandinen und Tryptase, schütten Mastzellen manchen Wissenschaftlern zufolge bis zu 200 verschiedene Signalstoffe aus, um mit anderen Zelltypen zu kommunizieren. Bei MCAS schütten die Mastzellen, getriggert durch äußere Reize (z.B. Nahrungsmittelbestandteile, Kälte, Hitze, Schadstoffe, Viren, Bakterien, Pilze) ihre Botenstoffe stärker als üblich aus. Hierdurch kommt es in verschiedenen Organen zu Entzündungsreaktionen und entsprechenden MCAS Symptomen. Nur sehr wenige der Mastzellmediatoren lassen sich heutzutage labortechnisch nachweisen. Klar ist: Die Funktionen der Mastzellen und ihre Interaktion mit dem menschlichen Organismus sind äußerst komplex und in der Welt der Wissenschaft bisher nur wenig verstanden.“ (Quelle: https://mcas-hope.de/mcas/mcas-symptome/)

Symptome

Haut-Symptome:

  • Juckreiz
  • Hautauschlag
  • Plötzliches Erröten (Flushing)
  • Schwellungen (Angioödem)
  • Sichtbarer erweiterte Hautgefäße
  • Bindehautentzündungen/-reizungen

Verdauungstrakt-Symptome:

  • Durchfall
  • Übelkeit (teils mit Erbrechen)
  • Verstopfuung
  • Sodbrennen/Magenschleimhautentzündung
  • Brennende Bauchschmerzen/ Bauchkrämpfe/ Darmentzündung
  • Mangelhafte Aufnahme von Nährstoffen
  • Aphten der Mundschleimhaut
  • Analekzem/ Juckreiz im Analbereich
  • Vergrößerung/ Schwellung der Leber/ Milz
  • Erhöhte Cholesterinwerte (ernährungsunabhängig)
  • Multiple Unverträglichkeiten gegenüber Nahrungsmitteln/ chemischen Stoffen
  • Verklebungen von Baucheingeweiden und Bauchfell

Atemwegs-symptome:

  • Chronischer Husten/ Hustenreiz
  • Niesen
  • Kehlkopfschwellung
  • Verstopfte/ laufende Nase
  • Atemnot/ Sauerstoffmangel/ Kurzatmigkeit/ Asthma
  • Verengung der Bronchien
  • Chronische Heiserkeit

Herz-Kreislauf-Symptome:

  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Hoher Blutdruck (Hypertonie)
  • Schwindel/ Ohnmachtsanfälle
  • Benommenheit/ Schwäche
  • Herzrasen/ Herzrhythmusstörungen

Nervensystem-Symptome:

  • Migräne und/ oder andere Kopfschmerzformen
  • „Gehirnnebel“ („Brain fog“)
  • Missempfindungen/ Brennende Schmerzen (Parästhesien)
  • Konzentrationsstörungen/ Wortfindungsstörungen
  • Depressive Störungen
  • Panikattacken
  • Schlafstörungen
  • Tinnitus

Immunologische Symptome:

  • Anaphylaktoide und anaphylaktische Reaktionen
  • Grippeartige Symptome
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Schwellungen der Lymphknoten
  • Fieber und Schüttelfrost
  • Zahnschmerzen

Hormonellbedingte Symptome:

  • Menstruationsbeschwerden/ Zyklusstörungen jeglicher Art
  • Endometriose
  • Starke Regelblutungen
  • Generell hormonelle Störungen jeglicher Art

Weitere wichtige Symptome:

  • Häufige Blasenentzündungen (Interstitielle Zystitis)
  • Chronische Erschöpfung/ Fatigue/ Kraftlosigkeit
  • Hitzewallungen
  • Chronische Entzündungen von Geweben
  • Rheumaartige Gelenk-, Knochen- und Muskelschmerzen
  • Gewichtsverlust/ Gewichtszunahme
  • Störungen des Knochenstoffwechsels (Osteoporose)
  • Thromboseneigung

Lesen Sie mehr über MCAS hier: https://mcas-hope.de


Was empfehle ich in Bezug auf die Ernährung?

Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Bewältigung von MCAS (Mastzellenaktivierungssyndrom). Bei dieser Erkrankung reagieren Mastzellen im Körper übermäßig auf Umweltfaktoren, Nahrungsmittel oder andere Reize und setzen entzündungsfördernde Substanzen wie Histamin und andere Chemikalien frei. Dies kann zu einer Vielzahl von Symptomen führen, darunter Hautreaktionen, Verdauungsprobleme, Atembeschwerden und mehr.

Eine gezielte Ernährung kann helfen, Symptome zu lindern, indem man histaminreiche und entzündungsfördernde Lebensmittel vermeidet und auf solche setzt, die das Immunsystem unterstützen und Entzündungen reduzieren.

Empfohlene Ernährung bei MCAS

1. Frische, unverarbeitete Lebensmittel

  • Setze auf frische und ungespritzte Lebensmittel. Vermeide verarbeitete oder konservierte Lebensmittel, die häufig Zusatzstoffe, Farbstoffe und Histamin enthalten.
  • Achte darauf, Lebensmittel lokal und saisonal zu kaufen, um den Histamingehalt zu minimieren.

2. Histaminarme Lebensmittel

Bei MCAS ist es wichtig, Lebensmittel zu konsumieren, die wenig bis gar kein Histamin enthalten, um überschüssige Mastzellaktivierung zu vermeiden.

  • Frisches Obst wie Äpfel, Birnen, Melonen, Heidelbeeren (Vermeide Früchte wie Bananen, Avocados, Tomaten, Zitrusfrüchte, die oft reich an Histamin sind)
  • Frisches Gemüse (z.B. Karotten, Zucchini, Kürbis, Brokkoli, Blumenkohl – ohne Fermentation)
  • Reis, Quinoa, Haferflocken, Süßkartoffeln (gut verträgliche, ballaststoffreiche Kohlenhydrate)
  • Glutenfreie Getreidearten wie Reis, Hirse, und Amaranth, wenn Gluten ein Problem darstellt
  • Fette: Kaltgepresste Olivenöle, Avocadoöl, Kokosöl

3. Probiotische Lebensmittel (vorsichtig bei Histaminintoleranz!)

Probiotische Lebensmittel können helfen, das Mikrobiom zu unterstützen und die Darmgesundheit zu fördern. Aber einige fermentierte Lebensmittel können Histamin enthalten, also sollte man vorsichtig sein:

  • Probiotische Lebensmittel wie ungesüßter Joghurt, Kefir oder Sauerkraut (aber nur in Maßen und wenn verträglich).
  • Alternativ können Probiotika in Form von Nahrungsergänzungsmitteln helfen, um eine gesunde Darmflora zu fördern, ohne Histamin zu erhöhen.

4. L-Glutaminreiche Lebensmittel

L-Glutamin hilft, die Darmschleimhaut zu reparieren und das Immunsystem zu stärken.

  • vegan nur als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich

5. Antioxidantienreiche Lebensmittel

Lebensmittel, die reich an Antioxidantien sind, können helfen, Entzündungen zu reduzieren und das Immunsystem zu unterstützen:

  • Beeren (z.B. Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren) (Bei Himbeeren Vorsicht wegen Histamin)
  • Grünes Blattgemüse wie Spinat, Mangold, Grünkohl (Bei Spinat Vorsicht wegen Histamin)
  • Kurkuma – enthält den entzündungshemmenden Wirkstoff Curcumin
  • Ingwer – hilft bei Entzündungen und Verdauungsproblemen

6. Magnesiumreiche Lebensmittel

Magnesium hat eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem und kann helfen, übermäßige Reaktionen des Immunsystems zu lindern:

  • Mandeln, Haselnüsse (Bei Haselnüssen Vorsicht wegen Histamin)
  • Spinat, Kürbiskerne (Bei Spinat Vorsicht wegen Histamin)
  • Bananen, Avocados (Bei Bananen Vorsicht wegen Histamin)

7. Omega-3

  • Omega-3 aus Algenöl

8. Hydration

Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist wichtig, um den Körper zu entgiften und die Mastzellenaktivität zu regulieren.

  • Wasser sollte die Hauptquelle der Flüssigkeitsaufnahme sein.
  • Kräutertees wie Kamille, Pfefferminz, Ingwertee können beruhigend auf den Verdauungstrakt wirken und Entzündungen reduzieren.

Fazit:

Die Ernährung bei MCAS sollte frische, unverarbeitete und histaminarme Lebensmittel in den Fokus stellen. Eine Ernährung, die auf antioxidantienreichen, entzündungshemmenden und darmgesundheitsfördernden Nahrungsmitteln basiert, kann dabei helfen, die Symptome zu lindern und das Immunsystem zu beruhigen. Es ist auch ratsam, individuelle Unverträglichkeiten zu berücksichtigen, da diese die Mastzellaktivierung zusätzlich fördern können. Zusammenarbeit mit einem Ernährungsberater oder Arzt, der Erfahrung mit MCAS hat, kann bei der Entwicklung eines maßgeschneiderten Plans hilfreich sein.