Glutenintoleranz

Vorab möchte ich darauf hinweisen dass ich KEINE Ärztin bin, bei Beschwerden sucht euch bitte professionelle Hilfe! 

Zöliakie ist eine autoimmune Erkrankung, bei der der Verzehr von Gluten – einem Eiweiß, das in Weizen, Roggen und Gerste vorkommt – eine Entzündung im Dünndarm auslöst. Diese Entzündung schädigt die Darmschleimhaut und beeinträchtigt die Aufnahme von Nährstoffen. Zöliakie kann zu einer Vielzahl von Symptomen führen, darunter Bauchschmerzen, Durchfall, Müdigkeit und langfristig auch zu schwerwiegenden Gesundheitsproblemen.

Glutenunverträglichkeit, auch als nicht-zöliakische Glutenempfindlichkeit bezeichnet, ist eine weniger gut verstandene Erkrankung, bei der Menschen auf Gluten mit Symptomen wie Bauchschmerzen, Blähungen und Müdigkeit reagieren, ohne dass eine autoimmune Reaktion oder eine Schädigung des Dünndarms wie bei Zöliakie vorliegt. Während Zöliakie durch Bluttests und Biopsien diagnostiziert werden kann, gibt es für die Glutenunverträglichkeit keine spezifischen Tests, und die Diagnose wird oft durch den Ausschluss anderer Erkrankungen gestellt.

Die Symptome von Zöliakie und Glutenunverträglichkeit können sich überschneiden, sind jedoch oft unterschiedlich in ihrer Schwere und Art. Hier eine Übersicht der häufigsten Symptome für beide Erkrankungen:

Symptome bei Zöliakie:

Da Zöliakie eine autoimmune Erkrankung ist, führt der Verzehr von Gluten zu einer Entzündung und Schädigung der Dünndarmschleimhaut. Die Symptome können sowohl im Magen-Darm-Trakt als auch außerhalb des Verdauungssystems auftreten.

Magen-Darm-Symptome:

  • Durchfall oder Verstopfung
  • Bauchschmerzen und -krämpfe
  • Blähungen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Gewichtsverlust oder Schwierigkeiten, Gewicht zu halten
  • Fettstühle (stechend riechende, fettige Stühle)

Systemische Symptome (außerhalb des Verdauungstrakts):

  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Hautausschläge (z. B. Dermatitis herpetiformis)
  • Gelenkschmerzen
  • Anämie (Blutarmut)
  • Kopfschmerzen
  • Wachstumsstörungen bei Kindern
  • Osteoporose (Knochenschwund)
  • Depressionen oder Angstzustände

Zöliakie kann auch mit anderen Autoimmunerkrankungen wie Typ-1-Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen verbunden sein.

Symptome bei Glutenunverträglichkeit (nicht-zöliakische Glutenempfindlichkeit):

Glutenunverträglichkeit ist weniger gut verstanden, und es gibt keine dauerhaften Schäden am Dünndarm. Die Symptome sind in der Regel milder als bei Zöliakie, aber sie können genauso unangenehm sein.

Magen-Darm-Symptome:

  • Bauchschmerzen oder Krämpfe
  • Blähungen und Völlegefühl
  • Durchfall oder Verstopfung (oft wechselt es)
  • Übelkeit

Systemische Symptome:

  • Müdigkeit oder Erschöpfung
  • Kopfschmerzen
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Reizbarkeit oder Stimmungsschwankungen
  • Konzentrationsstörungen (sogenannter „Gehirnnebel“)
  • Hautprobleme wie Ausschläge (aber ohne die charakteristische Dermatitis herpetiformis wie bei Zöliakie)

Im Gegensatz zur Zöliakie zeigt sich bei Glutenunverträglichkeit keine Schädigung der Dünndarmschleimhaut, und die Symptome sind oft weniger ausgeprägt. Glutenunverträglichkeit wird in der Regel durch das Ausschließen anderer Erkrankungen diagnostiziert.

Zusammenfassung der wichtigsten Unterschiede:

  • Zöliakie: Schädigung des Dünndarms, starke Symptome, die sowohl den Verdauungstrakt als auch andere Körpersysteme betreffen.
  • Glutenunverträglichkeit: Mildere Symptome, keine Schädigung des Dünndarms, Symptome oft hauptsächlich im Verdauungstrakt und gelegentlich auch systemisch.

Es ist wichtig, bei Verdacht auf eine der beiden Erkrankungen einen Arzt zu konsultieren, um eine genaue Diagnose und entsprechende Behandlung zu erhalten.

Lesen Sie mehr über Zöliakie hier: https://www.dzg-online.de