HIT – Histamineintoleranz
Vorab möchte ich darauf hinweisen dass ich KEINE Ärztin bin, bei Beschwerden sucht euch bitte professionelle Hilfe!
„Histamin ist ein Eiweißstoff (ein „biogenes Amin“), der in bestimmten Lebensmitteln vorkommt, aber auch von unserem Körper selbst produziert wird. Im menschlichen Körper wird Histamin von den Mastzellen (spezielle weiße Blutkörperchen) gebildet. Es ist unter anderem für den Stoffwechsel und für die Regulierung der Immunfunktion wichtig. Zudem steuert es den Schlaf-Wachrhythmus. Histamin hat also zum Teil lebensnotwendige Funktionen.
Ist Histamin jedoch in einer zu hohen Konzentration im Blut vorhanden, kann dies beispielsweise zu Juckreiz, Schweißausbrüchen, Hautrötungen, Schwindel, Kopfschmerz, sowie Asthma und Heuschnupfen führen. Histamin ist also einerseits lebensnotwendig, kann aber bei histaminintoleranten Menschen zu sehr unangenehmen und sogar gefährlichen Reaktionen führen.
So sind allergische Erkrankungen wie Milbenallergien, Entzündungen im Körper, Infektionen und Insektenstiche, aber auch Bewegung, Sport, Stress, Druck und Wärme zusätzliche Quellen, durch welche Histamin freigesetzt wird.
Über die Nahrung aufgenommenes Histamin kann ebenfalls zu Reaktionen bis hin zu Vergiftungserscheinungen führen. Histamin findet sich vor allem in leicht verderblichen tierischen Lebensmitteln (z.B. Fisch). Auch Lebensmittel, die durch Fermentation gewonnen werden (z.B. Sauerkraut, Wein und Bier) enthalten Histamin, genauso wie verschiedene pflanzliche Lebensmittel (z.B. Spinat und Tomaten). Langsam reifende Wurst- und Käsesorten, z.B. Salami und Emmentaler, haben höhere Histaminwerte als junger Gouda.
Im gesunden menschlichen Organismus gibt es Mechanismen, die sowohl das von außen zugeführte als auch das selbst gebildete Histamin kontrollieren und inaktivieren. Wenn aber sehr viel Histamin aufgenommen wird oder wenn die Kontrollsysteme versagen, können Vergiftungserscheinungen wie Kopfschmerzen, Herzklopfen, Blutdruckabfall und Durchfall auftreten. Histaminintolerante Menschen reagieren bereits auf geringe Mengen sehr empfindlich.“
Symptome
- Hautausschlag (Urtikaria)
- Juckreiz
- Flush
- Ekzematöser Ausschlag
- Psychische Symptome
- Symptome an den Augen (Juckreiz, Trockenheit)
- Durchfall
- Blähungen
- Verstopfungen
- Übelkeit und Erbrechen
- Kopfschmerzen und Migräne
- Schwindel
- Fließschnupfen
- Husten
- Asthma bronchiale
- Zu hoher oder zu niedriger Blutdruck (Hypertonie/Hypotonie)
- Herzrasen
- Herzrhythmusstörungen
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Gewichtszunahme
- Depression
- Haarausfall
- Akne
- Muskelschmerzen
- Muskelzucken
- Müdigkeit/ Fatigue
- Menstruationsbeschwerden
Lesen Sie hier mehr über Histaminintoleranz:
https://www.hit-mcas-selbsthilfe.de/
Aber kann man sich denn noch vegan ernähren wenn man eine Histaminintoleranz hat?
Was empfehle ich in Bezug auf die Ernährung?
Ja, man kann sich auch mit einer Histaminintoleranz vegan ernähren, man muss nur auf ein paar Sachen achten, da viele Proteinquellen wegfallen. Man muss also mehr darauf achten was man wie viel isst. Auch Proteinshakes sind möglich. (zb. von Alpha Foods)
Histaminfreie vegane Lebensmittel:
Frisches Gemüse (am besten frisch und nicht lange gelagert):
- Karotten
- Zucchini
- Kürbis (z.B. Butternut-Kürbis)
- Gurke
- Brokkoli
- Blumenkohl
- Grüne Bohnen (können Problematisch sein)
- Spargel
- Paprika (frisch)
- Kohlrabi
- Feldsalat, Kopfsalat und andere Salate
- Alle Kohlarten
Frisches Obst (frisch und nicht überreif):
- Äpfel (besonders grüne Sorten wie Granny Smith)
- Birnen
- Wassermelone
- Pflaumen (frisch)
- Heidelbeeren (in kleinen Mengen)
- Kiwis
- Trauben
- Papaya (vorsichtig testen)
- Mango (vorsichtig testen)
Getreide und stärkehaltige Lebensmittel:
- Reis (besonders weißer)
- Quinoa
- Haferflocken (ungesüßt und frisch zubereitet)
- Hirse
- Buchweizen (in kleinen Mengen)
- Amaranth
- Kartoffeln (nicht frittiert oder stark gewürzt)
- Süßkartoffeln
Hülsenfrüchte (mit Vorsicht, da einige Menschen empfindlicher reagieren können):
- Linsen (frisch gekocht, aber in Maßen)
- Kichererbsen (frisch gekocht)
- Erbsen (besonders grüne Erbsen)
Nüsse und Samen:
- Mandeln (ungesalzen, in Maßen)
- Cashewkerne (ungesalzen, in Maßen vorsichtig testen)
- Chiasamen
- Leinsamen
- Hanf Samen
- Sonnenblumenkerne (in Maßen)
- Kürbiskerne
Pflanzliche Fette:
- Olivenöl (extra virgin)
- Avocadoöl
- Kokosöl (in Maßen)
- Leinöl
- Rapsöl
Pflanzliche Milchprodukte:
- Mandelmilch (ungesüßt und ohne Zusatzstoffe)
- Reismilch (ungesüßt)
- Kokosmilch (ungesüßt und in Maßen)
- Hafermilch (ungesüßt und ohne Zusatzstoffe)
- Cashewmilch (ungesüßt, ohne Zusatzstoffe)
- Erbsenmilch (vorsichtig testen)
Kräuter und Gewürze (in Maßen, je nach Verträglichkeit):
- Frische Kräuter wie Basilikum, Petersilie, Koriander, Dill, Thymian, Rosmarin
- Kurkuma (in moderaten Mengen)
- Ingwer
- Knoblauch (in Maßen, wenn gut verträglich)
Sonstiges:
- Tafelessig (nicht fermentiert, aber besser in Maßen verwenden)
- Verjus (Aus jungen Trauben dient als Ersatz für Weißwein, Essig und Zitronensaft) – Dieses Produkt darf bei mir nicht fehlen!
- Agavendicksaft oder Reis-Sirup als Süßungsmittel (anstatt Honig oder Zucker)
Tipps bei Histaminintoleranz:
- Frische Lebensmittel bevorzugen: Der Histamingehalt steigt in Lebensmitteln mit der Lagerung und Fermentation. Vermeiden Sie stark verarbeitete oder gereifte Lebensmittel.
- Lebensmittel einfrieren: Einfrieren kann helfen, den Histamingehalt in einigen Lebensmitteln zu reduzieren, da die Fermentation und Reifung gestoppt wird.
- Lebensmittel sofort verzehren: Lagern Sie Lebensmittel nicht zu lange. Stellen Sie die Lebensmittel immer Kühl.
- Achten Sie auf persönliche Reaktionen: Histaminintoleranz ist individuell unterschiedlich. Manche Menschen reagieren empfindlicher auf bestimmte Lebensmittel, auch wenn diese allgemein als histaminarm gelten. Es ist wichtig, Lebensmittel schrittweise einzuführen und auf die eigenen Reaktionen zu achten. Sucht euch, wenn möglich, professionelle Hilfe von einer Ernährungsberatung.
Wo kann man Histaminfreie Sachen Kaufen?
Schaut gerne mal bei Deborah & ihrem Team vorbei. Sie plant histaminfreie Events, schreibt Rezepte und teilt ihr ganzes Wissen mit euch!
- https://histamici.de
- https://www.instagram.com/histaminfrei.vegan
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Ansonsten findet ihr auch hier noch histaminfreie Produkte:

